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1 Venerologe Job
Leiterin/Leiter der Fachambulanz für Dermatologie im Sanatorium Hera in Wien mit fachlicher, personeller und organisatorischer Führung der dermatologischen Ambulanz.
medAI
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Geschlechtskrankheiten – oder, moderner gesagt, sexuell übertragbare Infektionen – tragen bis heute ein Stigma mit sich. Genau hier setzen Venerologinnen und Venerologen an. Sie diagnostizieren und behandeln Syphilis, Gonorrhö, Chlamydien, Herpes genitalis oder HPV, klären über Übertragungswege auf und begleiten Betroffene oft über längere Zeiträume. In Österreich ist die Venerologie kein eigenständiger Facharzttitel, sondern eng mit der Dermatologie verwoben: Wer sich diesem Feld widmet, ist in aller Regel Fachärztin oder Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten.
Der Arbeitsalltag? Vielschichtiger, als viele vermuten. Anamnesegespräche, die Fingerspitzengefühl verlangen. Abstriche, Bluttests, mikroskopische Befundung. Dazu die Therapieplanung, nicht selten in Abstimmung mit der Gynäkologie, Urologie oder Infektiologie. Und immer wieder Beratung – zu Prävention, zu PrEP, zu Impfungen.
Wie führt der Weg in die Venerologie?
Am Anfang steht das Medizinstudium, gefolgt von der Basisausbildung. Danach absolvieren Sie die mehrjährige Facharztausbildung für Dermatologie und Venerologie an einer anerkannten Ausbildungsstätte. Innerhalb dieser Ausbildung vertiefen Sie das venerologische Wissen; wer möchte, spezialisiert sich später zusätzlich, etwa im Bereich HIV-Medizin oder Andrologie. Gefragt sind neben fundiertem mikrobiologischem und pharmakologischem Wissen vor allem zwei Dinge: Diskretion und die Fähigkeit, heikle Themen ohne Wertung anzusprechen. Denn würden Sie einem Fremden ungefragt von Ihrem Sexualleben erzählen?
Typische Arbeitgeber reichen von dermatologischen Universitätskliniken und Hautabteilungen größerer Krankenhäuser über spezialisierte STI-Ambulanzen bis hin zur eigenen Ordination. Auch Gesundheitsämter, Beratungsstellen und Einrichtungen im Bereich der sexuellen Gesundheit suchen entsprechend qualifiziertes Personal. Wer in die Forschung geht, findet an den medizinischen Universitäten Anknüpfungspunkte, etwa zu Resistenzentwicklungen oder neuen Therapieansätzen.
Ein Feld mit gesellschaftlicher Relevanz, das gilt unabhängig von Moden. Solange Menschen sexuell aktiv sind, braucht es Fachleute, die kompetent und vorurteilsfrei helfen. Karrierewege gibt es dabei mehr, als der schmale Titel zunächst vermuten lässt – niedergelassen, im Spital, in der Prävention.
Venerologe in Zahlen
Geschlechtskrankheiten – oder, moderner gesagt, sexuell übertragbare Infektionen – tragen bis heute ein Stigma mit sich. Genau hier setzen Venerologinnen und Venerologen an. Sie diagnostizieren und behandeln Syphilis, Gonorrhö, Chlamydien, Herpes genitalis oder HPV, klären über Übertragungswege auf und begleiten Betroffene oft über längere Zeiträume. In Österreich ist die Venerologie kein eigenständiger Facharzttitel, sondern eng mit der Dermatologie verwoben: Wer sich diesem Feld widmet, ist in aller Regel Fachärztin oder Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten.
Der Arbeitsalltag? Vielschichtiger, als viele vermuten. Anamnesegespräche, die Fingerspitzengefühl verlangen. Abstriche, Bluttests, mikroskopische Befundung. Dazu die Therapieplanung, nicht selten in Abstimmung mit der Gynäkologie, Urologie oder Infektiologie. Und immer wieder Beratung – zu Prävention, zu PrEP, zu Impfungen.
Wie führt der Weg in die Venerologie?
Am Anfang steht das Medizinstudium, gefolgt von der Basisausbildung. Danach absolvieren Sie die mehrjährige Facharztausbildung für Dermatologie und Venerologie an einer anerkannten Ausbildungsstätte. Innerhalb dieser Ausbildung vertiefen Sie das venerologische Wissen; wer möchte, spezialisiert sich später zusätzlich, etwa im Bereich HIV-Medizin oder Andrologie. Gefragt sind neben fundiertem mikrobiologischem und pharmakologischem Wissen vor allem zwei Dinge: Diskretion und die Fähigkeit, heikle Themen ohne Wertung anzusprechen. Denn würden Sie einem Fremden ungefragt von Ihrem Sexualleben erzählen?
Typische Arbeitgeber reichen von dermatologischen Universitätskliniken und Hautabteilungen größerer Krankenhäuser über spezialisierte STI-Ambulanzen bis hin zur eigenen Ordination. Auch Gesundheitsämter, Beratungsstellen und Einrichtungen im Bereich der sexuellen Gesundheit suchen entsprechend qualifiziertes Personal. Wer in die Forschung geht, findet an den medizinischen Universitäten Anknüpfungspunkte, etwa zu Resistenzentwicklungen oder neuen Therapieansätzen.
Ein Feld mit gesellschaftlicher Relevanz, das gilt unabhängig von Moden. Solange Menschen sexuell aktiv sind, braucht es Fachleute, die kompetent und vorurteilsfrei helfen. Karrierewege gibt es dabei mehr, als der schmale Titel zunächst vermuten lässt – niedergelassen, im Spital, in der Prävention.