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Berufsfeld im Überblick

Zwischen Kinderzimmer und Klinik: was diesen Beruf ausmacht

Ein Kind, das nicht mehr spricht. Eine Jugendliche, die sich zurückzieht, deren Eltern ratlos in der Ambulanz sitzen. Als Facharzt oder Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie arbeiten Sie genau dort, wo seelische Entwicklung ins Stocken gerät. Angststörungen, Depressionen, ADHS, Essstörungen, Autismus-Spektrum, manchmal Traumafolgen nach schwierigen Familiensituationen. Das Spektrum reicht vom Kleinkind bis zur Volljährigkeit, und selten geht es nur um das eine Kind. Fast immer sitzt das ganze System mit im Raum.

Diagnostik, Psychopharmakotherapie, Gespräche, dazu die Abstimmung mit Schule, Jugendhilfe und niedergelassenen Kolleg:innen. Ein guter Teil der Arbeit ist Beziehungsarbeit, ein anderer akribische Beobachtung. Wie unterscheidet man eine vorübergehende Krise von einer beginnenden Erkrankung? Diese Frage begleitet Sie durch fast jeden Tag.

Der Weg dorthin führt über die Ausbildung zur Fachärztin beziehungsweise zum Facharzt, die in Österreich mehrere Jahre umfasst und Teile in der Erwachsenenpsychiatrie sowie in Pädiatrie oder Neurologie vorsieht. Wer zusätzlich eine psychotherapeutische Ausrichtung mitbringt, hat es leichter. Nicht Pflicht, aber ein deutlicher Vorteil.

Gefragt sind Geduld und eine hohe Frustrationstoleranz, klar. Genauso aber die Fähigkeit, mit Eltern auf Augenhöhe zu bleiben, ohne die Perspektive des Kindes aus den Augen zu verlieren. Sprachliches Feingefühl. Ein Gespür für das, was zwischen den Zeilen gesagt wird.

Und die Arbeitgeber? Das Feld ist breiter, als viele denken. Kinder- und Jugendpsychiatrische Abteilungen an Landes- und Universitätskliniken, sozialpsychiatrische Ambulatorien, heilpädagogische Einrichtungen, der öffentliche Gesundheitsdienst. Dazu die eigene Ordination im niedergelassenen Bereich, oft mit Kassenvertrag. Manche kombinieren Klinik und Lehre, andere gehen früh in die Selbstständigkeit. Gerade weil dieses Fach vielerorts unterbesetzt ist, haben Sie beim Berufseinstieg mehr Gestaltungsspielraum, als es in anderen Disziplinen üblich wäre.

Berufsfeld im Überblick

Zwischen Kinderzimmer und Klinik: was diesen Beruf ausmacht

Ein Kind, das nicht mehr spricht. Eine Jugendliche, die sich zurückzieht, deren Eltern ratlos in der Ambulanz sitzen. Als Facharzt oder Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie arbeiten Sie genau dort, wo seelische Entwicklung ins Stocken gerät. Angststörungen, Depressionen, ADHS, Essstörungen, Autismus-Spektrum, manchmal Traumafolgen nach schwierigen Familiensituationen. Das Spektrum reicht vom Kleinkind bis zur Volljährigkeit, und selten geht es nur um das eine Kind. Fast immer sitzt das ganze System mit im Raum.

Diagnostik, Psychopharmakotherapie, Gespräche, dazu die Abstimmung mit Schule, Jugendhilfe und niedergelassenen Kolleg:innen. Ein guter Teil der Arbeit ist Beziehungsarbeit, ein anderer akribische Beobachtung. Wie unterscheidet man eine vorübergehende Krise von einer beginnenden Erkrankung? Diese Frage begleitet Sie durch fast jeden Tag.

Der Weg dorthin führt über die Ausbildung zur Fachärztin beziehungsweise zum Facharzt, die in Österreich mehrere Jahre umfasst und Teile in der Erwachsenenpsychiatrie sowie in Pädiatrie oder Neurologie vorsieht. Wer zusätzlich eine psychotherapeutische Ausrichtung mitbringt, hat es leichter. Nicht Pflicht, aber ein deutlicher Vorteil.

Gefragt sind Geduld und eine hohe Frustrationstoleranz, klar. Genauso aber die Fähigkeit, mit Eltern auf Augenhöhe zu bleiben, ohne die Perspektive des Kindes aus den Augen zu verlieren. Sprachliches Feingefühl. Ein Gespür für das, was zwischen den Zeilen gesagt wird.

Und die Arbeitgeber? Das Feld ist breiter, als viele denken. Kinder- und Jugendpsychiatrische Abteilungen an Landes- und Universitätskliniken, sozialpsychiatrische Ambulatorien, heilpädagogische Einrichtungen, der öffentliche Gesundheitsdienst. Dazu die eigene Ordination im niedergelassenen Bereich, oft mit Kassenvertrag. Manche kombinieren Klinik und Lehre, andere gehen früh in die Selbstständigkeit. Gerade weil dieses Fach vielerorts unterbesetzt ist, haben Sie beim Berufseinstieg mehr Gestaltungsspielraum, als es in anderen Disziplinen üblich wäre.