

Weyringergasse 35
1040 Wien
Österreich

In fast jeder Region Österreichs liegt eine ihrer Zeitungen im Postkasten. Regionalmedien Austria gibt knapp 130 kostenlose Wochenzeitungen heraus, von der Wiener Bezirkszeitung über die Bezirksblätter in Salzburg, Tirol und dem Burgenland bis zur WOCHE in der Steiermark und in Kärnten. Dazu kommt das Nachrichtenportal MeinBezirk.at. Wer hier arbeitet, macht Journalismus für die Nachbarschaft: die Gemeinderatssitzung, das Vereinsjubiläum, der Betrieb um die Ecke.
Das Unternehmen entstand 2009, als die Grazer Styria Media Group und die Tiroler Moser Holding ihre regionalen Blätter zusammenlegten. Beide halten bis heute je die Hälfte. Hinter dem Regionalverlag stehen also zwei der größten Medienhäuser des Landes, und für Beschäftigte bedeutet das ein Fundament, das nicht von einem einzelnen Titel abhängt. Den heutigen Namen trägt die Aktiengesellschaft seit 2021. Ihr Sitz liegt am Wiener Hauptbahnhof, gearbeitet wird aber quer durchs Land, in Redaktionen und Geschäftsstellen von Vorarlberg bis ins Burgenland.
Rund 650 Menschen sind hier beschäftigt, mehr als sechs von zehn davon Frauen. Die größten Berufsgruppen finden sich in den Redaktionen und im Anzeigenverkauf. In einer Bezirksredaktion recherchiert jemand die Kommunalpolitik, ein paar Schreibtische weiter setzt die Grafik das nächste Blatt, und ein wachsendes Digitalteam betreut MeinBezirk.at. Das Portal ist der Motor des Wachstums. In der Media-Analyse 2025 kam MeinBezirk mit Print und Online zusammen auf 46,2 Prozent Reichweite und mehr als 3,6 Millionen Nutzerinnen und Nutzer, der höchste Wert unter Österreichs Zeitungen.
Wer in den Journalismus will, findet hier viele Einstiege. Weil jede Region ihre eigene Ausgabe hat, gibt es nicht die eine große Zentralredaktion, sondern viele kleine Teams, in denen man früh Verantwortung übernimmt und nah an den Leuten schreibt, über die man berichtet. Daneben leben die Häuser vom Anzeigengeschäft, von Layout und Produktion und zunehmend von digitalen Formaten und Veranstaltungen vor Ort.
An der Spitze stehen seit 2025 Georg Doppelhofer und Andreas Eisendle, beide seit vielen Jahren in der österreichischen Medienbranche zu Hause. Gedruckt wird trotz allem Digitalgeschäft weiter jede Woche: knapp 130 Titel, gratis verteilt bis in die kleineren Gemeinden.
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