Kundratstraße 3
1100 Wien
Österreich

In der Klinik Favoriten an der Kundratstraße in Wien-Favoriten kommen Kinder zur Welt, werden seltene Infektionen behandelt und Krebspatientinnen versorgt. Das Haus zählt rund 777 Betten und gehört zum Wiener Gesundheitsverbund, dem Spitalsträger der Stadt Wien. Seine Geschichte reicht bis 1884 zurück, als hier das k.k. Krankenhaus Favoriten entstand; den Namen Klinik Favoriten trägt es seit 2020. Heute ist es eines von zwölf Spitälern, die gemeinsam einen Großteil der Wiener Gesundheitsversorgung tragen.
Was die Klinik leistet, lässt sich an ihren Abteilungen ablesen. In der Geburtshilfe und Gynäkologie kommen Jahr für Jahr viele Kinder zur Welt; das Mutter-Kind- und OP-Zentrum mit acht Operationssälen wurde 2016 eröffnet. Eine Besonderheit ist die 4. Medizinische Abteilung mit Infektions- und Tropenmedizin, die auf importierte und seltene Infektionskrankheiten spezialisiert ist. Dazu kommen Onkologie und Hämatologie, Neurologie und die Kinder- und Jugendheilkunde. Die Down-Syndrom-Ambulanz betreut über 200 junge Patientinnen und Patienten im Jahr. Und eine der größten Spitalsapotheken Österreichs versorgt das Haus mit Medikamenten.
Die Klinik Favoriten steht nicht für sich allein. Sie ist eines von zwölf Spitälern des Wiener Gesundheitsverbunds, der mit rund 30.000 Beschäftigten als größter Gesundheitsdienstleister Österreichs gilt und jährlich etwa 244.000 Menschen stationär sowie über fünf Millionen ambulant behandelt. Träger ist die Stadt Wien. Für Beschäftigte heißt das: ein öffentlicher Arbeitgeber mit langer Perspektive, an dem auch in wirtschaftlich unruhigen Zeiten Stabilität zählt. Wie viele Menschen genau an der Klinik Favoriten arbeiten, weist der Verbund nicht gesondert aus; die Größenordnung lässt sich an Betten und Abteilungen aber gut ablesen.
Wer hier arbeitet, arbeitet selten allein. An einem einzigen Vormittag stehen Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Hebammen, Radiologietechnologinnen und Physiotherapeuten nebeneinander; im Hintergrund halten Apotheke, Haustechnik und Verwaltung den Betrieb am Laufen. Die Bandbreite der Fächer öffnet Wege: Wer in der Pflege beginnt, kann sich in Richtung Intensivmedizin, Onkologie oder Psychiatrie spezialisieren. Eine Gesundheits- und Krankenpflegeschule ist direkt am Haus angesiedelt, Ausbildung gehört also zum Alltag.
Die Klinik baut gerade kräftig um. Ein neuer Zentralbau mit rund 400 Betten in modernen Ein- und Zweibettzimmern entsteht, und die Psychiatrie wird auf 120 Betten erweitert, davon 40 für Kinder und Jugendliche. Geführt wird das Haus von einer kollegialen Direktion aus ärztlicher Leitung, Pflege, Verwaltung und Technik. Die Geschichte begann 1884, gebaut wird bis heute.
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