

Innsbrucker Bundesstraße 37
5020 Salzburg
Österreich

Wer hier arbeitet, kommt oft zu Menschen nach Hause. Über 650 Volkshelfer*innen versorgen in Salzburg rund 2.500 Klient*innen und Schüler*innen, von der mobilen Pflege bis zur Begleitung von Kindern mit Behinderung im Schulalltag. Die Organisation gibt es seit 1947. Aus einem kleinen Hilfsverein der Nachkriegszeit ist nach eigenen Angaben einer der größten Anbieter sozialer Dienstleistungen im Bundesland geworden.
Die Arbeit verteilt sich auf drei Felder. In der mobilen Pflege und Betreuung kommen diplomierte Pflegekräfte und Heimhilfen zu älteren oder kranken Menschen, helfen im Haushalt, bei der Körperpflege oder rund um die Uhr in der 24-Stunden-Betreuung. In der Inklusion begleiten Mitarbeiter*innen Kinder mit Behinderung durch den Schultag und gestalten Freizeitangebote. Die soziale Arbeit reicht von der psychosozialen Rehabilitation bis zur Hilfe gegen Kinderarmut. Insgesamt bündelt Volkshilfe Salzburg diese Aufgaben in 13 Diensten und Projekten.
Getragen wird das von zwei Rechtsträgern. Der gemeinnützige Verein Volkshilfe Salzburg wurde 1947 gegründet; 2010 kam die Volkshilfe Salzburg Dienstleistungs GmbH mit Sitz am Werner-von-Siemens-Platz in der Stadt Salzburg dazu. Der Verein hält die GmbH. Gewinne fließen nicht an Eigentümer, sondern in die Arbeit zurück.
Gearbeitet wird im ganzen Bundesland. Teams sind in sechs Bezirken im Einsatz, dazu kommen elf Senioren- und Generationenclubs. Je nach Ausbildung findet man hier einen Platz: gehobener Pflegedienst, Pflegeassistenz, Heimhilfe, Behindertenbetreuung, Sozialarbeit oder die Verwaltung im Hintergrund. Manche Stellen begleiten Menschen über Jahre, andere springen kurzfristig in akuten Notlagen ein. Stabil ist die Grundlage: 79 Jahre durchgehende Tätigkeit, ein klarer öffentlicher Auftrag und ein Träger, der nicht auf Rendite ausgerichtet ist.
Wofür das alles steht, lässt sich an einer Zahl ablesen, die die Volkshilfe selbst nennt: Rund 23.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Land Salzburg gelten als armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. Gegen diese Zahl arbeitet die Organisation jeden Tag an.
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