Ignaz-Köck-Straße 22
1210 Wien
Österreich

Rund 500 Mal am Tag sind die Johanniter irgendwo in Österreich unterwegs. 2024 kamen so fast 190.000 Einsätze zusammen: im Rettungswagen, im Krankentransport oder bei der Pflege zu Hause. Getragen wird das von rund 1.200 Menschen, von denen mehr als die Hälfte ehrenamtlich mitarbeitet.
Angefangen hat alles 1974 in Wien, mit einem einzigen Rettungswagen. Den hatten die deutschen Johanniter geschenkt, dazu kam eine Handvoll Freiwilliger. Aus diesem Anfang ist eine Hilfsorganisation geworden, die heute in Wien, Niederösterreich, Tirol und Kärnten arbeitet. Getragen wird sie vom evangelischen Johanniterorden, dessen karitative Wurzeln bis in ein mittelalterliches Pilgerhospital zurückreichen.
Der Rettungsdienst ist nur ein Teil der Arbeit. Johanniter-Teams fahren Krankentransporte, versorgen Menschen in der mobilen Pflege und begleiten Schwerkranke in der Palliative Care. Sie betreiben Hausnotruf, helfen wohnungslosen und geflüchteten Menschen und bilden jedes Jahr Menschen in Erster Hilfe aus. Rettungshundeteams suchen nach Vermissten.
Entsprechend breit sind die Berufe. Notfallsanitäterinnen und Sanitäter arbeiten neben diplomierten Pflegekräften, Sozialarbeiterinnen, Erste-Hilfe-Trainern und den Menschen in Verwaltung und Koordination. Wer einsteigt, kann sich über die organisationseigene Ausbildung weiterentwickeln.
2024 haben die Johanniter ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Der Verein Johanniter-Unfall-Hilfe in Österreich hat seinen Sitz in Wien-Floridsdorf. Wie genau sich die rund 1.200 Mitarbeitenden auf haupt- und ehrenamtliche Tätigkeit verteilen, weist die Organisation öffentlich nicht im Detail aus; bekannt ist, dass mehr als die Hälfte ehrenamtlich hilft.
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