Pflegesymposium 2026

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Pflegesymposium 2026

4. Salzburger Symposium zu QUO VADIS DGKP? Die Zukunft des gehobenen Dienstes im Pflegeheim

Pflege im Wandel: 4. Salzburger Pflegesymposium diskutierte Zukunft der DGKP

Beim 4. Salzburger Pflegesymposium im Hilfswerk Salzburg Bildungszentrum in Puch-Urstein stand eine zentrale Frage im Fokus: Quo vadis DGKP? – Wohin entwickelt sich der gehobene Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege in der stationären Langzeitpflege?

Zahlreiche Expert*innen aus Pflege, Wissenschaft und Praxis diskutierten unter der Moderation von Stefan Tautz MSc MBA, Pflegedirektor des Hilfswerk Salzburg, und Mag. Christoph Baumgärtner MSc, Amtsleiter der Stadt Salzburg, aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven eines Berufsfeldes, das zunehmend unter Druck steht. Insbesondere die Personalsituation in den Seniorenheimen des Landes Salzburg gilt als angespannt. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Pflege vor tiefgreifenden strukturellen Veränderungen steht.

Nach Einführungsworten von Mag. Hermann Hagleitner, Geschäftsführer des Hilfswerk Salzburg, bildete Soziallandesrat Mag. Dr. Wolfgang Fürweger, MSc. den Auftakt. Er betonte in seiner Begrüßung die Bedeutung innovativer Lösungsansätze für die Pflege. Im weiteren Verlauf beleuchtete MMag.a Dr.in Elisabeth Rappold, Leiterin der Abteilung Gesundheitsberufe und Langzeitpflege der Gesundheit Österreich GmbH, die Rolle der stationären Langzeitpflege als tragende Säule des Versorgungssystems. Sie zeigte auf, wie professionelle Pflege durch klare Kompetenzverteilungen und gestärkte fachliche Verantwortung wirksam zur Versorgungsqualität beiträgt.

Skill-Mix verbessert die Qualität

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Integration von Pflegefachassistenz in bestehende Teams. Aus dem Haus der Barmherzigkeit präsentierten Andrea Kapounek, MSc., (Geschäftsführerin) und Karin Haubenwaller (Stellvertretende Pflegedirektorin im Haus der Barmherzigkeit) , präsentierten praxisnahe Ansätze, wie eine erfolgreiche Zusammenarbeit gelingt. Dabei wurde deutlich: Ein gut abgestimmter Skill-Mix verbessert nicht nur die Pflegequalität, sondern stärkt auch die Teamdynamik.

Am Nachmittag rückte die Pflegequalität unter veränderten Personalrealitäten in den Mittelpunkt. Prof.in Dr.in Heidrun Gattinger, Leiterin am Institut für Gesundheitswissenschaften der OST - Ost-Schweizer Fachhochschule, zeigte anhand aktueller Forschungsergebnisse, wie Qualität auch bei knappen personellen Ressourcen gesichert werden kann. Entscheidend sind dabei klare Strukturen, evidenzbasierte Ansätze und ein gezielter Einsatz vorhandener Kompetenzen.

Ein weiterer Programmpunkt widmete sich der beruflichen Attraktivität der Pflege. Herbert Herbst, MAS BScN, Heim- und Pflegedienstleiter im Seniorenwohnhaus Neumarkt am Wallersee, thematisierte die Rolle von Advanced Practice Nursing (APN) in der Langzeitpflege. Neue Karrierewege und erweiterte Kompetenzen leisten einen wichtigen Beitrag, um den Pflegeberuf langfristig attraktiver zu gestalten.

In der abschließenden Podiumsdiskussion wurden die unterschiedlichen Perspektiven zusammengeführt. Einigkeit besteht darin, dass die Zukunft der Pflege nur durch ein Zusammenspiel aus strukturellen Reformen, klar definierten Rollenbildern und einer konsequenten Weiterentwicklung der Berufsprofile gesichert werden kann.

Das Symposium zeigte: Die Pflege steht vor großen Herausforderungen – bietet aber ebenso großes Potenzial für Weiterentwicklung und Innovation. Entscheidend ist, die vorhandenen Kompetenzen bestmöglich zu nutzen und neue Wege mutig zu gestalten.

Die Präsentationsunterlagen zum Download!
  • Präsentationsunterlagen_Pflegesymposium_2026.pdf
Pflegesymposium 2026 Hier finden Sie die Details zur Veranstaltung!

Eine Veranstaltung des Hilfswerk Salzburg und der Stadt Salzburg.

Moderation: Mag. Christoph Baumgärtner MSc - Amtsleiter Stadt Salzburg

Stefan Tautz MSc MBA - Pflegedirektor des Hilfswerk Salzburg

Referent*innen MMag.a Dr.in Elisabeth Rappold - Abteilungsleiterin Gesundheitsberufe und Langzeitpflege | Gesundheit Österreich GmbH

Andrea Kapounek MSc - Geschäftsführerin | Haus der Barmherzigkeit

Herbert Herbst, MAS BScN - Heim- und Pflegedienstleiter | Seniorenwohnhaus Neumarkt am Wallersee

Prof.in Dr.in Heidrun Gattinger - Pflegewissenschaftlerin und Leiterin | Institut für Gesundheitswissenschaften der OST (Ostschweizer Fachhochschule)

 

Veranstaltungsort: Veranstaltungs- und Bildungszentrum Urstein Wissenspark Urstein Urstein Süd 19/1/1 5412 Puch bei Hallein

M | office@salzburger.hilfswerk.at T | 0662 434702

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Jeden Monat begleiten die Mitarbeitenden des Hilfswerk Salzburg mehr als 8.000 Salzburgerinnen und Salzburger – zu Hause, im Ort, in vertrauter Umgebung. Eine diplomierte Pflegekraft kommt zur Hauskrankenpflege, eine Tagesmutter betreut die Kinder, eine Sozialberaterin hilft weiter, wenn es im Leben eng wird. Rund 1.400 hauptberufliche Mitarbeitende tragen diese Arbeit. 1988 waren es drei.

Gegründet wurde das Hilfswerk Salzburg 1988, als Nachfolger des Salzburger Wohlfahrtsdienstes, den es seit 1955 gab. Aus drei Beschäftigten und zehn betreuten Personen im Gründungsjahr ist eine Organisation mit über 1.400 hauptberuflichen und rund 560 freiwilligen Mitarbeitenden geworden. Getragen wird sie vom Verein Hilfswerk Salzburg, der operative Betrieb läuft über die Hilfswerk Salzburg gemeinnützige GmbH mit Sitz im Wissenspark Urstein in Puch bei Hallein. Das Hilfswerk Salzburg gehört zum österreichweiten Hilfswerk, einem der bekanntesten gemeinnützigen Träger des Landes.

Die Arbeit verteilt sich über das ganze Bundesland. Von der Landesgeschäftsstelle in Puch-Urstein und Regionalstellen in allen Bezirken aus organisiert das Hilfswerk seine Dienste dezentral, nah an den Menschen. Drei große Felder prägen den Alltag: Gesundheit und Pflege, Kinderbetreuung und soziale Arbeit. In der Hauskrankenpflege und Heimhilfe fährt das Personal von Haushalt zu Haushalt, in den Kinderbildungseinrichtungen und bei den Tageseltern wachsen Kinder betreut heran, und in der Sozialberatung finden Familien Unterstützung, wenn sie nicht weiterwissen.

An einem Vormittag ist damit eine Heimhilfe bei einer älteren Kundin unterwegs, während eine Elementarpädagogin in einer Kindergruppe den Tag gestaltet und in der Landesgeschäftsstelle die Einsätze koordiniert werden. Entsprechend breit sind die Berufe: von der diplomierten Gesundheits- und Krankenpflege über Pflegefach- und Pflegeassistenz bis zur Kindergartenpädagogik, zu Tageseltern und zur Verwaltung. Wer neu einsteigt, muss nicht fertig ausgebildet sein – das Hilfswerk bildet selbst aus, etwa über die Pflegelehre, die Ausbildung zur Heimhilfe oder für Tageseltern.

Als Arbeitgeber setzt das Hilfswerk auf flexible Arbeitszeiten, betriebliche Gesundheitsförderung und ein eigenes Bildungsprogramm, und es wirbt ausdrücklich mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Für viele zählt daneben ein anderer Punkt: Die Arbeit ist sichtbar und sinnvoll. Sie hält Menschen selbstständig, entlastet Angehörige, begleitet Kinder. Erreichbar ist das Hilfswerk in allen 119 Gemeinden des Landes Salzburg.

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