

Verein Dialog
Über das Unternehmen
Bei Dialog sitzen Ärztinnen, Psychologinnen und Sozialarbeiter mit Menschen zusammen, die mit Alkohol, Drogen oder exzessivem Online-Konsum nicht mehr allein zurechtkommen. Sechs Anlaufstellen betreibt die Einrichtung in Wien. Sie ist die größte ambulante Suchthilfe Österreichs, getragen seit über vierzig Jahren von einem gemeinnützigen Verein.
Angefangen hat es 1981. Eine Diskussionsrunde in der Wiener Urania brachte ein paar Engagierte zusammen, die der damals üblichen Wegsperr-Logik etwas entgegensetzen wollten. Die ersten Jahre liefen ehrenamtlich, die Miete kam aus Straßensammlungen. Erst als die Arbeit Wirkung zeigte, gab es öffentliche Förderung und die erste fixe Stelle. Mitte der Achtziger war Dialog an einem Substitutionsprojekt mit der Wiener Universitätsklinik beteiligt, das die ambulante Suchttherapie in Österreich mit voranbrachte.
Heute arbeiten über 120 Menschen für die Einrichtung. Drei der Wiener Standorte sind Ambulanzen: Hier wird jede Klientin, jeder Klient zugleich medizinisch, psychologisch und sozialarbeiterisch begleitet. Ein eigenes Team kümmert sich um Suchtprävention und hält Workshops an Schulen und in Betrieben. Ein mobiles Team sucht Menschen dort auf, wo sie gerade sind. Dazu kommt die Verwaltung in der Innenstadt. Wer hier anfängt, arbeitet selten allein, denn die Teams sind bewusst multiprofessionell besetzt; Medizin, Psychotherapie und Soziale Arbeit beugen sich über denselben Fall.
Genaue Klientenzahlen veröffentlicht Dialog nicht. Die Größenordnung lässt sich aber an den sechs Standorten und den über 120 Beschäftigten ablesen. Für die Organisation selbst sprechen zwei nachprüfbare Dinge: Sie ist nach ISO 9001 zertifiziert und trägt das staatliche Gütezeichen "Familienfreundlicher Betrieb". Rechtlich ist die Arbeit seit 2025 in der gemeinnützigen Dialog – Individuelle Suchthilfe gGmbH mit Sitz in der Wiener Hegelgasse gebündelt, hinter der weiterhin der Verein Dialog steht. Verdient wird daran nichts. Die Gesellschaft ist gemeinnützig, finanziert wird die Arbeit vor allem aus öffentlicher Hand.
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