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Aus Biomasse und Reststoffen Wärme und Strom machen: Das ist das Geschäft von VAS. Das Unternehmen aus Wals-Siezenheim bei Salzburg plant, baut und wartet feststoffbefeuerte Anlagen zwischen 2 und 30 Megawatt. Gegründet hat es 1989 der Ingenieur Norbert Thurner. Heute führt die börsennotierte VAS AG die Gesellschaften der Gruppe zusammen.
Die Anlagen liefern Fernwärme, Prozesswärme und Strom, je nach Bedarf über Warmwasser, Thermoöl oder Dampf. Die Technik dahinter stammt weitgehend aus dem eigenen Haus. Beschickung, Feuerung und Filtertechnik entwickelt VAS selbst, ebenso die Software, die eine Anlage steuert. Laut Unternehmensangaben laufen die Kessel stabil zwischen 15 und 110 Prozent Last, was für Betreiber mit schwankendem Wärmebedarf ein handfestes Argument ist.
Gebaut wird für Kunden in ganz Europa. Bei AGRO Energie Rigi in der Schweiz steht eine Anlage mit 18 Megawatt thermischer und 6,2 Megawatt elektrischer Leistung, für British Sky Broadcasting in Großbritannien entstand eine kleinere mit 6,5 Megawatt thermisch und 1 Megawatt elektrisch. Wer bei VAS arbeitet, sieht diese Baustellen. Internationale Projekte nennt das Unternehmen auf seiner Karriereseite selbst als einen Teil dessen, was die Arbeit ausmacht.
Der Standort in der Lagerhausstraße in Wals-Siezenheim ist zugleich Sitz der ganzen Gruppe. Die VAS Service GmbH übernimmt Montage, Wartung und Service über die gesamte Lebensdauer einer Anlage, die VAS Advanced Incineration GmbH arbeitet an Verbrennungs- und Abgasreinigungsverfahren, und 2023 kam die VAS automation systems GmbH für die Automatisierung dazu. Entsprechend unterschiedlich sind die Berufe unter einem Dach. Ingenieure legen Kessel und Filter aus, Servicetechniker fahren zu Anlagen quer durch Europa, in der Automatisierung wird die Steuerung programmiert. Eine öffentliche Angabe zur aktuellen Mitarbeiterstärke der Gruppe gibt es nicht.
Einen Punkt sollten Bewerberinnen und Bewerber kennen: Im Dezember 2025 meldeten zwei frühere operative Gesellschaften der Gruppe, die vormalige VAS Energy Systems GmbH und die VAS Energy Systems International GmbH, Insolvenz an. Für die eine läuft ein Sanierungsverfahren, die andere wird abgewickelt. Als Ursachen nannten die Gläubigerschutzverbände offene Kundenzahlungen und stark gestiegene Kosten bei internationalen Kraftwerksprojekten. Die VAS AG selbst, die VAS Service GmbH und die VAS Advanced Incineration GmbH sind weiterhin aktiv im Firmenbuch eingetragen, die Aktie notiert im direct market plus der Wiener Börse.
Im Arbeitsalltag setzt VAS auf Gleitzeit, stellt Arbeitskleidung und Parkplätze und gibt eine Mitarbeiterzeitung heraus. Grillabend und Weihnachtsfeier stehen jedes Jahr im Kalender, Aus- und Weiterbildung führt das Unternehmen als festen Bestandteil an. Ausgeschrieben ist derzeit eine Stelle als Servicetechniker (m/w/d) in Wals-Siezenheim, Initiativbewerbungen nimmt VAS laufend entgegen.
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