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Sägen, die durch Mauerwerk schneiden, baut nicht jeder. Prinz macht das in Loosdorf im Bezirk Melk, seit 1947, gemeinsam mit Kettensägen für Holz, Papier, Gipskarton und Kunststoff. Der Großteil dieser Maschinen verlässt Österreich: Die Exportquote liegt nach Angaben des Unternehmens bei über 90 Prozent, Kunden sitzen in Europa, Nordamerika, Afrika und Asien.
Kettensägetechnik bedeutet bei Prinz weit mehr als Brennholz. Zweimannsägen aus Loosdorf schneiden bis zu 225 Zentimeter tief, für den Bergbau baut das Unternehmen Sägen mit Druckluftantrieb, und mit hartmetallbestückten Ketten geht es auch durch Ziegel und weichen Stein. Dazu kommen die Verschleißteile: Schwerter und Sägeketten, die auf die Geräte aller gängigen Hersteller passen. Maschine und Schneidgarnitur aus einem Haus, das ist in der Branche selten. Prinz bezeichnet sich deshalb als einzigen Komplettanbieter der Kettensägetechnik.
Der internationale Zuschnitt ist keine Absichtserklärung, sondern Alltag. In Deutschland und in Polen unterhält Prinz eigene Gesellschaften, in Italien, Schweden, Spanien, Dänemark, der Schweiz und Tschechien läuft der Verkauf über Vertriebspartner. Wer im Vertrieb oder im Export einsteigt, hat von Niederösterreich aus täglich mit Kunden auf mehreren Kontinenten zu tun.
Investiert wird am Stammsitz. 2022 ging in Loosdorf eine neue Produktionshalle in Betrieb, dreigeschoßig und rund 1.200 Quadratmeter groß, mit Maschinenbau, Beschichtungsanlage und Büros unter einem Dach. Es war die größte Investition der Firmengeschichte. Auf dem Dach liefert eine Photovoltaikanlage etwa 280.000 Kilowattstunden im Jahr, rund vier Fünftel davon gehen direkt in die Produktion; Abwärme aus der Fertigung und eine Wärmepumpe beheizen das Gebäude.
Prinz ist ein überschaubarer Betrieb. Auf karriere.at ist das Unternehmen mit 31 bis 50 Mitarbeitenden gelistet, eine eigene Beschäftigtenzahl veröffentlicht es auf seiner Website nicht. Die Aufgaben sind dafür breit: Für die Konstruktion steht auf der Unternehmensseite ein Name, für die Elektrosteuerung ein anderer, die Produktionsleitung hat ein Maschinenbau-Ingenieur inne, und Buchhaltung, technischer Einkauf und Marketing sitzen im selben Haus wie die Fertigung. An Leistungen für Mitarbeitende nennt das Unternehmen Weiterbildung und eine Zusatzversicherung.
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