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Bevor eine Bahnstrecke, eine Leitung oder ein Funkmast gebaut werden kann, müssen die Grundstücke dafür erworben werden. Genau diese Grundeinlösen wickelt die Kanzlei von Mag. Andrej Mlecka ab, von der Neubaugasse im 7. Wiener Bezirk aus, ein paar Schritte von der Mariahilfer Straße entfernt. Sieben Personen listet die Kanzlei auf ihrer Teamseite. Die zweite Hälfte der Arbeit sieht ganz anders aus: Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen und Testamente für Privatpersonen.
Der Schwerpunkt liegt dort, wo Recht und Infrastruktur aufeinandertreffen. Für Bahn-, Telekom- und Leitungsprojekte übernimmt die Kanzlei den Grunderwerb vom ersten Gespräch mit den Eigentümerinnen und Eigentümern bis zum Grundbuchsantrag, und sie hat dafür eine eigene Plattform entwickelt, über die Auftraggeber den Stand ihrer Projekte laufend einsehen können. Daneben stehen Wirtschafts- und Transportrecht für Unternehmen. Wer sich für Eisenbahn- oder Telekommunikationsrecht interessiert, findet hier eine Nische, die in Wien nur wenige Kanzleien in dieser Tiefe bearbeiten.
Andrej Mlecka kennt die Auftraggeberseite aus eigener Erfahrung. Nach dem Gerichtsjahr arbeitete er ab 2005 als Unternehmensjurist bei der Eisenbahn-Hochleistungsstrecken AG, danach bei der ÖBB-Infrastruktur Bau AG, bevor er 2009 als Konzipient in die Anwaltschaft wechselte. Die Rechtsanwaltsprüfung legte er im Dezember 2011 ab. Seit Mai 2013 führt er die eigene Kanzlei.
Wer als Rechtsanwaltsanwärterin oder Rechtsanwaltsanwärter einsteigt, arbeitet bei jemandem, der die Prüfung von der anderen Seite kennt: Mlecka ist seit 2016 Prüfungskommissär für die Rechtsanwaltsprüfung in Wien. Er unterrichtet an der Anwaltsakademie, an der Fachhochschule Burgenland und im LL.M.-Programm der FH Kärnten, seit dem Wintersemester 2025/26 zusätzlich an der FH St. Pölten. Für die Kanzlei produziert er laufend Lehrvideos zum Wirtschaftsrecht und einen Podcast.
Das Team ist klein und fachlich gemischt. Vanessa Gerbasich, Rechtsanwaltsanwärterin mit Studium in Wien und Oslo, bringt sieben Sprachen und Erfahrung aus einer internationalen Wirtschaftskanzlei mit; Anastasiia Podlubna, ebenfalls Rechtsanwaltsanwärterin, betreut Grundeinlösen, Kaufverträge und Inkassofälle. Für heikle Fragen des Verfassungs- und Verwaltungsrechts holt die Kanzlei em. RA Univ.-Doz. Mag. Dr. Martin Bleckmann als Konsulenten dazu, der zuletzt eine Monografie zu Enteignung und Entschädigung veröffentlicht hat. Am Empfang arbeitet seit 2025 eine Wirtschaftsrechtsstudentin der WU Wien. Juristische Berufe und Kanzleiorganisation sitzen also im selben Raum, und Aktenführung, Fristen und Grundbuchsanträge laufen über dieselben Schreibtische wie die Vertragsentwürfe.
Zu Umsatz oder Mandantenzahl macht die Kanzlei keine öffentlichen Angaben; als Betriebsgröße nennt ihr Arbeitgeberprofil auf karriere.at eine bis zehn Personen. Ausgeschrieben ist derzeit eine Stelle für Grundeinlöse und Immobilien mit bis zu 30 Wochenstunden, angegeben ab 2.500 Euro brutto monatlich auf Vollzeitbasis im ersten Jahr, mit einer Entlohnung je nach Qualifikation und Erfahrung darüber.
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