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164 Plätze, ein Hallenbad, ein robotisches Laufbandsystem im Therapieraum: In Schönering bei Wilhering, keine zehn Kilometer vor Linz, bringt die Klinik Wilhering Menschen nach Schlaganfall, Wirbelsäulenoperation oder Gelenkersatz zurück in ihren Alltag. Eröffnet wurde das Haus im April 2005. Schwerpunkte sind Neurologie und Orthopädie, dazu kommt eine eigene Rehabilitation für Kinder und Jugendliche.
Reha heißt hier vor allem: üben, und dann wieder üben. Eine Patientin lernt nach dem Schlaganfall das Gehen neu, gestützt vom Lokomat, während nebenan eine Logopädin mit jemandem am Sprechen arbeitet und im Trainingsraum nach einer Knieprothese Muskulatur aufgebaut wird. Behandelt werden Schädigungen des zentralen und peripheren Nervensystems, etwa nach Schlaganfall, bei Parkinson oder bei Myopathien und Neuropathien, außerdem Zustände nach Wirbelsäulenoperationen, Frakturen und Endoprothetik. Die Klinik ist als Sonderkrankenanstalt für neurologische und orthopädische Rehabilitation genehmigt, bewilligt seit Juni 2005 durch die Bezirkshauptmannschaft Linz-Land.
Die 164 Plätze verteilen sich auf 62 Doppelzimmer, 20 Einzelzimmer und zehn Eltern-Kind-Zimmer. Diese zehn Zimmer sind der sichtbare Teil eines Angebots, das es in Österreich nur selten gibt: Reha-Plätze für Kinder und Jugendliche im neurologischen und orthopädischen Bereich sind bundesweit knapp. Wer in Wilhering in der Kindertherapie arbeitet, tut also etwas, das anderswo schlicht nicht angeboten wird. Die Gemeinde Wilhering und die Eigentümergruppe beschreiben das Haus als größtes privat geführtes Rehabilitationszentrum Oberösterreichs; die Klinik selbst spricht von der Verknüpfung von Privatinitiative und öffentlicher Aufgabe.
Gearbeitet wird interdisziplinär, und zwar nicht als Schlagwort, sondern weil ein Reha-Verlauf ohne Abstimmung nicht funktioniert. Fachärztinnen und Fachärzte für Neurologie, Neurochirurgie und Allgemeinmedizin nehmen auf und koordinieren die Therapieplanung, Konsiliarfachärzte kommen dazu. Das Pflegeteam aus diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen, Pflegefachassistenz und Pflegeassistenz betreut rund um die Uhr, aktivierend statt nur versorgend. Daneben stehen eigene Bereiche für Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Psychologie und Neuropsychologie, Diätologie sowie Orthopädie- und Rehabilitationstechnik. Auch Küche und Hotellerie gehören zum Haus, samt öffentlichem Café und Speisesaal.
Die Klinik gehört zur mare gruppe mit Zentrale in Bad Radkersburg, die an sechs Standorten rund 630 Menschen beschäftigt, darunter die Schwesterklinik Judendorf-Straßengel in der Steiermark und mehrere Kurbetriebe. Für Mitarbeitende heißt das unter anderem Ermäßigungen in den Häusern der Gruppe. Zur Belegschaft der Klinik selbst nennt das Unternehmen keine exakte Zahl; das Arbeitgeberprofil auf karriere.at weist die Größenordnung von 101 bis 500 Beschäftigten aus. Die Gehälter stehen offen in den Ausschreibungen, für diplomierte Pflege inklusive Zulagen bei rund 3.900 Euro brutto im Monat (Stand 2026).
Das Mittagessen ist für Mitarbeitende gratis, die Trainingsgeräte stehen ihnen außerhalb der Therapiezeiten offen, geparkt wird kostenlos direkt am Haus, und einmal im Monat kommt eine Arbeitsmedizinerin in die Klinik.
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