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Kein Nachtdienst, kein Wochenenddienst. Bei Kinderwunsch im Zentrum in Tulln an der Donau läuft der Betrieb von Montag bis Freitag zwischen 8 und 16 Uhr, und in dieser Zeit dreht sich alles um eine einzige Frage: Wie wird aus einem unerfüllten Kinderwunsch eine Schwangerschaft? Fünf Ärztinnen und Ärzte arbeiten dafür mit einem eigenen Labor, mit medizinischer Assistenz, Office und psychologischer Begleitung zusammen. Seit Sommer 2017.
Die Klinik behandelt ungewollte Kinderlosigkeit, und zwar über die ganze Bandbreite hinweg. Am Anfang steht meist die Abklärung, bei der Hormonstatus, Ultraschall und Spermiogramm zeigen, woran es liegt. Am anderen Ende steht die In-vitro-Fertilisation, bei der die Befruchtung im Labor stattfindet und der Embryo danach übertragen wird. Dazwischen liegt vieles, etwa die Kryokonservierung, also das Einfrieren von Eizellen oder Embryonen für einen späteren Versuch.
Das Zentrum ist Vertragskrankenanstalt des IVF-Fonds. In der Liste des Sozialministeriums stehen österreichweit 37 solcher Zentren, fünf davon in Niederösterreich (Stand Juni 2025). Für Paare bedeutet das, dass der Fonds bei erfüllten Voraussetzungen einen großen Teil der Behandlungskosten für bis zu vier Versuche übernimmt. Für das Haus bedeutet es, dass es die gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätsvoraussetzungen erfüllt und in dieser kleinen Gruppe österreichischer Zentren mitspielt.
Gegründet wurde das Zentrum von Kathrin und Michael Sator, einem Gynäkologen-Ehepaar. Michael Sator leitet seit 2002 die Ambulanz für künstliche Befruchtung an der Universitätsklinik für Frauenheilkunde in Wien und ist seit 2017 ärztlicher Leiter in Tulln. Kathrin Sator führt die Geschäfte der GmbH seit deren Eintragung. Wer hier als Ärztin oder Arzt anfängt, arbeitet also unmittelbar neben Menschen, die Reproduktionsmedizin seit über zwei Jahrzehnten betreiben und daneben wissenschaftlich publizieren und vortragen.
Aktuell sucht das Zentrum Verstärkung im ärztlichen Bereich, entweder eine Fachärztin oder einen Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe oder eine Ärztin bzw. einen Arzt für Allgemeinmedizin, in Voll- oder Teilzeit. Die Ausschreibung nennt ein kollektivvertragliches Mindestgehalt von 92.296,40 Euro brutto im Jahr auf Basis von 40 Wochenstunden, mit Bereitschaft zur Überzahlung je nach Qualifikation und Erfahrung, und stellt Fort- und Weiterbildung in Aussicht. Zum Aufgabenbild gehören eigenständige Untersuchungen, reproduktionsmedizinische Eingriffe und die Vertretung des ärztlichen Leiters.
Ärztinnen und Ärzte sind aber nicht die einzige Berufsgruppe unter diesem Dach. Das Labor ist ein eigenes Team, dazu kommen medizinische Assistenz und Verwaltung. Anna Kloner betreut die Lebens- und Sozialberatung, denn eine Kinderwunschbehandlung ist selten nur eine medizinische Angelegenheit. Wie viele Menschen insgesamt beschäftigt sind, veröffentlicht das Unternehmen nicht.
Gearbeitet wird an einem einzigen Standort, in der Brüdergasse in 3430 Tulln, oberhalb des Danubiums am Stadtplatz. Die Wege zwischen Ordination, Labor und Anmeldung sind entsprechend kurz. Eröffnet wurde die Klinik im November 2017, nach drei Jahren Planung und Umbau.
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