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Ein Kardiologe, eine Augenärztin und ein Psychotherapeut ordinieren im selben Haus. Im Stockwerk der Therapie behandeln Physiotherapeutinnen, Ergotherapeuten und Masseure, nebenan trainiert jemand nach einer Operation am Ergometer. Der Gesundheitspark Murau in der Heiligenstatt 2 bündelt ambulante Vorsorge, Therapie und Rehabilitation an einer einzigen Adresse. Seit 2007 gibt es ihn.
Getragen wird der Standort von der Gesundheitspark Murau GesmbH, einer GmbH mit Sitz in Murau; Unternehmenszweck ist laut Impressum die Errichtung und Vermietung des Gesundheitsparks als physikalisches Ambulatorium. Was das im Alltag bedeutet, zeigt der Blick auf die Ordinationen: Rund zehn ärztliche Fachrichtungen sind vertreten, teils als Kassen-, teils als Wahlarztordination, darunter Innere Medizin mit Angiologie und Kardiologie, Orthopädie, Augenheilkunde und HNO. Wer im Haus arbeitet, hat Fachärztinnen und Fachärzte also nicht am Telefon, sondern eine Tür weiter.
Das therapeutische Angebot ist der zweite große Teil. Bewegungstherapie gibt es in Einheiten von 30 bis 60 Minuten, auch eigens neurologisch oder postoperativ ausgerichtet. Ergotherapeutinnen arbeiten einzeln und in längeren Spezialeinheiten. Masseurinnen und Masseure setzen manuelle Lymphdrainage, Bindegewebsmassage und Fußreflexzonentherapie ein. Dazu kommen physikalische Anwendungen wie Moorpackungen, Elektrotherapie und Stoßwellentherapie. Das ist ein breites Handwerk unter einem Dach, und es bleibt nicht bei der Behandlungsliege.
Denn das medizinische Trainingscenter wird ausschließlich von Physiotherapeuten und qualifizierten Trainern betreut. Gemessen wird vor dem Training: Leistungstests am Laufband und am Ergometer, Körperzusammensetzung per BIA-Analyse, Wirbelsäulenmessung mit der MediMouse. Erst danach steht der Trainingsplan. Rückenfit und Pilates laufen als Gruppenstunden, Betriebe der Region buchen Ergonomieberatung und Rückenschule, und Versicherer wie Generali, Merkur und Uniqa zählen zu den Kooperationspartnern beim medizinischen Gerätetraining. Für Trainerinnen und Physiotherapeuten heißt das: vom Reha-Patienten bis zum Leistungssportler sitzt beides im Kalender.
Unter demselben Dach arbeiten auch Einrichtungen, die mit Physiotherapie nichts zu tun haben. Das Orthopädie-Technik-Zentrum Maizen versorgt mit Hilfsmitteln, eine Fußpflegerin hat ihren Platz im Haus, zam Steiermark qualifiziert Frauen für den Arbeitsmarkt und novum berät Frauen und Mädchen in beruflichen und persönlichen Fragen. Kurze Wege zu ganz anderen Fächern gehören hier zum Arbeitstag.
Gebraucht werden vor allem Physiotherapie, Ergotherapie und Heilmassage, dazu Trainerinnen und Trainer für das Center sowie Empfang und Verwaltung; Praktikumsplätze schreibt das Haus auf seiner Jobseite aus. Wie viele Menschen insgesamt beschäftigt sind, macht das Unternehmen öffentlich nicht bekannt. Ein Detail sagt trotzdem etwas über die Bindung ans Haus: Beim Fest zum zehnjährigen Bestehen im Oktober 2017 wurden langjährige Mitarbeiterinnen geehrt, knapp 200 Besucherinnen und Besucher kamen zu den Führungen durch die Therapieräume. Die Stadtgemeinde Murau führt den Gesundheitspark unter ihren Gesundheitseinrichtungen, das Unternehmen ist Mitglied der Wirtschaftskammer Steiermark. Die Therapieräume sind von Montag bis Donnerstag ab 7:30 Uhr bis 20 Uhr besetzt, freitags bis Mittag.
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