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56 Pflegeplätze im Seniorenwohnhaus, ein Kindergarten, der um sieben Uhr früh aufsperrt, ein Bauhof in der Gewerbeparkstraße: Wer bei der Gemeinde Anif arbeitet, arbeitet selten am Schreibtisch allein. Rund 4.500 Menschen leben in dem Ort südlich der Stadt Salzburg, am Fuß des Untersbergs. Die Gemeinde versorgt sie mit fast allem, was ein Alltag braucht, und beschäftigt dafür Pflegekräfte, Pädagoginnen, Bautechniker und Verwaltungsleute in einem einzigen Ort.
Anif liegt im Bezirk Salzburg-Umgebung, nur wenige Minuten von der Salzburger Stadtgrenze und von Autobahn und Flughafen entfernt. Zum Gemeindegebiet gehören die drei Ortsteile Anif, Neu-Anif und Niederalm, zusammen 7,61 Quadratkilometer auf 434 Metern Seehöhe. Zum Stichtag 1. Jänner 2025 zählte die Gemeinde 4.494 Hauptwohnsitze und weitere 707 Nebenwohnsitze.
Was eine Gemeinde leistet, ist erstaunlich breit gefächert. Im Bauamt an der Aniferstraße begleitet ein Bautechniker Bauverfahren von der Einreichung bis zur Fertigstellung, in der Buchhaltung laufen die Finanzen einer Kommune zusammen, die ein eigenes Pflegeheim, eine Volksschule und einen Kindergarten erhält. Am Bauhof in der Gewerbeparkstraße kümmert sich ein Team unter Bauhofleiter Franz Lugstein um Straßen, Grünflächen und Winterdienst. Geführt wird die Verwaltung von Amtsleiter Ing. Peter Stadler; an der politischen Spitze steht Bürgermeisterin Gabriella Gehmacher-Leitner, gewählt von einer zwanzigköpfigen Gemeindevertretung, in der fünf Fraktionen sitzen.
Die meisten Arbeitsplätze stecken in den Einrichtungen. Das Seniorenwohnhaus am Pfarrhofweg bietet 56 Pflegeplätze, alle in Einzelzimmern, dazu Kurzzeitpflege und Physiotherapie im Haus. Gesucht werden dort regelmäßig diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegekräfte, Pflegefachassistenz, Pflegeassistenz und Heimhilfe. Der Gemeindekindergarten am Schulweg hat von Montag bis Donnerstag von sieben bis siebzehn Uhr geöffnet und schrieb im Juni 2026 eine gruppenführende Pädagogenstelle mit 40 Wochenstunden aus, Beginn September, Abschluss einer BAfEP oder BAKIP vorausgesetzt. Dazu kommen die Kleinkindgruppe Hasenohr, der Schülerhort, die Volksschule, die Bibliothek, der Recyclinghof und der Veranstaltungssaal. Für einen Ort dieser Größe ist das viel Infrastruktur in kommunaler Hand.
Die Wege sind kurz. Amt, Kindergarten, Schule, Pflegeheim und Bauhof liegen alle innerhalb derselben Gemeindegrenzen, die Entscheidungen fallen im Haus, und wer hier etwas verbessert, sieht das Ergebnis auf dem Weg zur Arbeit. Angestellt ist man bei einer Gebietskörperschaft, nicht bei einem Betrieb, der sich am Markt behaupten muss. Die Gemeinde bekennt sich zu einer Reihe langfristiger Programme: Sie ist e5-Gemeinde im Salzburger Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden, Mitglied im Klimabündnis und bei der Gesunden Gemeinde.
Eine öffentliche Angabe zur Gesamtzahl der Gemeindebediensteten veröffentlicht Anif nicht. Partnergemeinde ist Eppan an der Weinstraße in Südtirol.
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