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Im Wiener Parlament, am Campus der WU und in der Radiologie des SMZ Ost steckt Elektrotechnik von emc. Angefangen hat der Betrieb 1970 rund um St. Pölten, damals unter dem Namen Elektro-Turek und mit Kundschaft aus der Region. Heute sitzt er in Böheimkirchen und arbeitet österreichweit, am dichtesten in Wien und Niederösterreich.
Im Zentrum der Arbeit steht die Stromversorgung großer Gebäude. emc errichtet Energieverteilungen und Mittelspannungsanlagen und sorgt mit Notstromtechnik dafür, dass in einem Spital das Licht anbleibt, wenn das öffentliche Netz ausfällt. Die passenden Schaltschränke entstehen in einer eigenen Werkstatt in Böheimkirchen. Seit 2019 laufen größere Projekte zuerst als digitales 3D-Gebäudemodell nach der BIM-Methode durch, bevor auf der Baustelle das erste Kabel gezogen wird. Sicherheits- und Netzwerktechnik gehören ebenso zum Programm, Photovoltaik kam später dazu.
1992 stieg Markus Haselbacher in den Familienbetrieb ein, 2001 übersiedelte die Firma nach Böheimkirchen und nannte sich fortan emc. 2010 wurde erstmals die Marke von 30 Millionen Euro Umsatz überschritten, damals mit mehr als 200 Beschäftigten. Gewachsen ist die Gruppe seither auch durch Übernahmen, etwa Elektro Gindl in Wolkersdorf und 2023 Elektro Redl in Hollabrunn. Ende 2024 wurde die emc holding gegründet, unter der die Schwesterfirmen zusammengefasst sind. In der Geschäftsführung sitzen Markus und Felix Haselbacher, für die Finanzen ist Susanne Haselbacher zuständig. Ein Familienbetrieb also, auch nach dem Umbau zur Gruppe.
Die Baustellen wechseln, der Arbeitgeber bleibt. Ausgeschrieben sind meist Stellen für Elektromonteure und für Projektleiter, im Schaltschrankbau werden Konstrukteure gesucht. Dazu kommt der kaufmännische Bereich, etwa Personalverrechnung, Einkauf oder Lager. Wie viele Menschen heute insgesamt für emc arbeiten, veröffentlicht das Unternehmen nicht; auf den Jobplattformen ist es in der Größenklasse ab 200 Beschäftigten eingetragen.
Auffällig ist das Gewicht, das die Ausbildung hat. 2017 bekam emc beim Staatspreis "Beste Lehrbetriebe - Fit for Future" die Auszeichnung als Top-Ten-Lehrbetrieb, 2020 richtete die Firma eine eigene Lehrlingsakademie ein. Die Lehre zum Elektrotechniker dauert vier Jahre, startet mit 1.000 Euro im Monat und liegt im vierten Lehrjahr bei 2.000 Euro; Werkzeug und Arbeitskleidung gibt es ab dem ersten Tag, die Lehre mit Matura ist möglich. Neben Böheimkirchen bestehen Niederlassungen in Hollabrunn und in Magdalensberg in Kärnten. Die Managementsysteme sind nach ISO 9001 und ISO 45001 zertifiziert, letztere Norm betrifft die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz.
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