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AVL entwickelt und prüft Antriebe für die Fahrzeugindustrie, von der Batterie über die Brennstoffzelle bis zum Verbrennungsmotor. Gegründet hat Hans List das Unternehmen 1948 in Graz, dort sitzt bis heute die Zentrale. Rund 12.000 Menschen arbeiten weltweit für AVL, etwa 3.650 davon in Graz. Elf Prozent des Umsatzes fließen Jahr für Jahr in Forschung und Entwicklung.
Das Geschäft lässt sich an drei Dingen festmachen. Erstens an Prüfständen und Messtechnik, auf denen Motoren, Batterien und ganze Fahrzeuge unter kontrollierten Bedingungen belastet werden. Zweitens an Simulationssoftware, die genau das am Rechner vorwegnimmt, lange bevor ein Bauteil überhaupt gebaut ist. Und drittens an Entwicklungsprojekten, in denen AVL-Teams für Autohersteller, Zulieferer und Kunden aus Energie und Transport komplette Antriebe auslegen. In Graz stehen dafür eigene Häuser: 2021 nahm das Battery Innovation Center den Betrieb auf, ein Jahr später ein Testzentrum für Wasserstoff und Brennstoffzellen.
Die Reichweite ist beachtlich. AVL ist an mehr als 90 Standorten vertreten, darunter über 45 Kompetenz- und Entwicklungszentren. 2025 lag der Umsatz bei 1,83 Milliarden Euro. 2.300 Patente sind in Kraft. Das Unternehmen ist eine GmbH mit Sitz in Graz und befindet sich weiterhin in Familienbesitz, geführt wird es von einer dreiköpfigen Geschäftsführung unter Aufsicht eines Aufsichtsrats.
Für Bewerberinnen und Bewerber heißt das ein ungewöhnlich breites Spektrum an einem Ort. In den Prüfhallen bauen Technikerinnen und Techniker Messaufbauten auf und fahren Versuchsprogramme, ein Stockwerk weiter schreiben Softwareentwickler die Modelle, mit denen dieselben Antriebe simuliert werden. Dazu kommen kaufmännische Aufgaben in Einkauf, Projektabwicklung und Verwaltung. Wer an einem Kundenprojekt arbeitet, hat es meist mit internationalen Auftraggebern zu tun, denn die Abnehmer sitzen quer über Europa, Asien und Nordamerika verteilt.
AVL nennt für seine Beschäftigten flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Möglichkeiten, interne Weiterbildungsprogramme und ein eigenes Betriebsrestaurant. Der Einstieg ist auf mehreren Wegen möglich. Lehrstellen gibt es in technischen wie in kaufmännischen Bereichen, Praktika und Diplomarbeiten schreibt das Unternehmen für die Standorte Graz und Steyr aus.
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