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Seit 1924 beschäftigt sich der AKV EUROPA mit einer Frage, die früher oder später fast jedes Unternehmen trifft: Was wird aus offenen Rechnungen, wenn der Kunde nicht mehr zahlen kann? Der Verband treibt Forderungen für seine Mitglieder ein, prüft die Bonität künftiger Geschäftspartner und vertritt Gläubiger vor Gericht. Die Direktion sitzt in Wien, dazu kommen sieben regionale Geschäftsstellen zwischen Vorarlberg und Kärnten. Schon 1926 hat das Justizministerium den AKV als bevorrechteten Gläubigerschutzverband anerkannt.
Die Arbeit teilt sich in wenige, klar unterscheidbare Felder. Im Forderungsmanagement mahnt und betreibt der AKV offene Rechnungen ein, im Inland wie im Ausland. Die Wirtschaftsauskunftei beantwortet die Frage, wie zahlungsfähig ein Geschäftspartner ist; für Auskünfte über ausländische Firmen nutzt der Verband seit 2016 die internationale Plattform SkyMinder. Gerät ein Schuldner in eine Krise, melden die Juristinnen und Juristen des AKV die Forderungen der Mitglieder bei Gericht an und vertreten sie im weiteren Verfahren. Treuhandschaften und Compliance-Prüfungen kamen 2017 dazu.
Angefangen hat das alles in Klagenfurt, als Kärntner Kreditorenverein. Zwei Jahre nach der Gründung erklärte das Justizministerium den Verband zum bevorrechteten Gläubigerschutzverband, und diese Anerkennung trägt er bis heute. 1951 zog die Zentrale nach Graz, 1963 entstand das wirtschaftliche Zentrum in Wien. Seit 2012 tritt der Verband unter dem Namen AKV EUROPA auf. 2024 wurde er hundert Jahre alt.
Rechtlich ist der AKV ein Verein, kein Konzern, und er arbeitet nicht gewinnorientiert. Getragen wird er von seinen Mitgliedern, die für Bonitätsauskünfte und Inkasso vergünstigte Konditionen bekommen. Das Inkassogewerbe ist bei der Wirtschaftskammer eingetragen, gewerberechtlich verantwortet es ein Mitglied der Geschäftsleitung selbst. Geführt wird der Verband von Mag. (FH) Karl Edlinger als geschäftsführendem Direktor, gemeinsam mit einem dreiköpfigen Leitungsteam für Inkasso, Treuhandschaft und Gläubigervertretung.
Wer hier arbeitet, hat es mit Recht und Zahlen zugleich zu tun. Juristinnen und Juristen bilden das Rückgrat der Gläubigervertretung bei Gericht, im Forderungsmanagement verhandeln Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter mit Schuldnern über Ratenpläne. Dazu kommen Innendienst, Wirtschaftsauskunft und eine eigene EDV, auf die der Verband ausdrücklich Wert legt. Nicht jede Stelle hängt an Wien: Zuletzt waren Positionen in Wien, Linz und Innsbruck ausgeschrieben, darunter eine Teilzeitstelle mit zehn Wochenstunden. Wie viele Menschen insgesamt für den AKV arbeiten, veröffentlicht der Verband nicht. Bewerbungen gehen an karriere@akveuropa.at.
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