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Bundesverwaltungsgericht Republik Österreich

Wien

Über das Unternehmen

Seit 2014 sind hier mehr als 270.000 Verfahren eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht der Republik Österreich ist das größte Gericht des Landes, und seine Arbeit betrifft Menschen sehr direkt: Es entscheidet, ob eine Bundesbehörde rechtmäßig gehandelt hat. Manchmal geht es dabei um einen Asylbescheid, manchmal um die Genehmigung einer Betriebsanlage.

Vier große Rechtsgebiete teilen sich die Fälle auf. Migration und Asyl machen den größten Teil aus. Daneben verhandelt das Gericht Sozialsachen, Fragen des Personen- und Bildungsrechts und ein breites wirtschaftliches Feld mit Themen wie Umweltrecht, Verkehr oder Telekommunikation. Wer eine Beschwerde einbringt, weil ein Bescheid rechtswidrig erscheint oder eine Behörde gar nicht entscheidet, landet oft hier. Und am Ende steht eine Entscheidung, gegen die nur noch der Verwaltungs- oder der Verfassungsgerichtshof angerufen werden kann. Von den seit 2014 eingeleiteten rund 273.300 Verfahren waren Anfang 2025 etwa 94 Prozent erledigt.

Getragen wird all das von rund 620 Menschen. Etwa 220 Planstellen sind für Richterinnen und Richter vorgesehen, die übrigen ungefähr 400 Beschäftigten kümmern sich um alles, was ein Gericht dieser Größe im Betrieb hält. Zu Jahresbeginn 2026 zählte die Justiz am Standort 612,65 Bedienstete, darunter 226,75 im richterlichen Dienst. Der Sitz ist das Amtsgebäude Erdberg im dritten Wiener Bezirk. Drei weitere Standorte kommen dazu: Graz, Innsbruck und Linz. Geleitet wird das Haus seit Februar 2024 von Präsident Christian Filzwieser, der schon 2014 als Verwaltungsrichter dabei war, als das Gericht seine Arbeit aufnahm.

Drei Berufsbilder begegnen einem im Alltag besonders oft. Richterinnen und Richter fällen ihre Entscheidungen unabhängig. Juristische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter recherchieren im Vorfeld, sichten Akten und bereiten Erledigungen vor. Für viele ist das ein Einstieg, aus dem später der Weg ins Richteramt werden kann. Die Verfahrensmanagerinnen und Verfahrensmanager wiederum sorgen dafür, dass kein Akt liegen bleibt und Fristen halten. Dazu kommen Fachleute in der Justizverwaltung, etwa in IT, Personal oder Budget. Als Teil des öffentlichen Dienstes bietet das Gericht die Sicherheit eines geregelten Dienstverhältnisses und klare Ausbildungswege. Ausgeschrieben werden die Stellen und Berufsbilder über die Justiz auf karriere.justiz.gv.at.

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Hauptstandort

Bundesverwaltungsgericht Republik Österreich

Erdbergstraße 192-196
1030 Wien
Österreich