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Rund 1.300 Kinder kommen hier jedes Jahr zur Welt. Die Privatklinik Goldenes Kreuz in der Wiener Lazarettgasse betreibt damit die größte private Geburtenstation Österreichs. Frauengesundheit ist seit über hundert Jahren ihr Schwerpunkt. In den Kreißsälen begleiten Hebammen und Geburtshelfer werdende Mütter, im Kinderwunschzentrum arbeiten Reproduktionsmediziner, und das zertifizierte Brustgesundheitszentrum betreut Patientinnen nach einer Krebsdiagnose.
Träger ist die Mavie Med Privatkliniken GmbH mit Sitz in Wien, bis Anfang 2025 noch unter dem Namen PremiQaMed bekannt. Das Unternehmen gehört zur UNIQA-Versicherungsgruppe und betreibt fünf Privatkliniken in Österreich, neben Wien auch Häuser in Graz, Salzburg und Wörgl. Rund 2.100 Menschen arbeiten in dieser Gruppe. Das Goldene Kreuz ist darin das Haus für Frauengesundheit.
So sehr die Geburtshilfe im Vordergrund steht, das Behandlungsspektrum ist breiter. Innere Medizin, Chirurgie und Krebsmedizin gehören ebenso dazu. Als Belegspital arbeitet die Klinik mit niedergelassenen Fachärztinnen und Fachärzten zusammen, die ihre Patientinnen und Patienten hier operieren und stationär betreuen. Spezialisierte Zentren wie das Brustgesundheitszentrum oder das Endometriosezentrum bündeln das Wissen für einzelne Krankheitsbilder.
Die Geschichte des Hauses reicht weit zurück. 2014 feierte das Goldene Kreuz sein hundertjähriges Bestehen, und seine Geburtshilfe gilt als die erfahrenste private ihrer Art im Land. Seit Ende März 2026 ist die Schwesterklinik Confraternität an denselben Standort übersiedelt. Beide Kliniken liegen nun in der Lazarettgasse beieinander, ein gemeinsamer Neubau ist in Planung.
Den Alltag tragen vor allem Pflegekräfte und Hebammen, auf den Stationen wie im Kreißsaal. Dazu kommen Ärztinnen und Ärzte, medizinisch-technische Berufe und Beschäftigte in Verwaltung und Patientenservice. Wie viele Menschen genau am Standort Lazarettgasse arbeiten, weist die Klinik öffentlich nicht aus; die Zahl von rund 2.100 bezieht sich auf die gesamte Mavie-Med-Gruppe. Hinter dem einzelnen Krankenhausbett steht damit ein Verbund aus fünf Häusern und einem der großen österreichischen Versicherungskonzerne.
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