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Berufsfeld im Überblick

Was ein Jugendfürsorgearzt eigentlich macht

Kinder und Jugendliche, die durch das Raster fallen. Genau dort setzt die Arbeit an. Als Jugendfürsorgearzt begleiten Sie junge Menschen, deren gesundheitliche Situation eng mit ihrem sozialen Umfeld verknüpft ist – Heimunterbringung, familiäre Krisen, Fragen des Kinderschutzes. Sie untersuchen, dokumentieren, beraten und stehen oft an der Schnittstelle zwischen Medizin, Jugendhilfe und Behörde. Manchmal geht es um eine schlichte Impfberatung, manchmal um die Einschätzung, ob ein Kind gefährdet ist. Diese Bandbreite macht den Reiz aus.

Der Alltag ist selten planbar. Gutachten für das Jugendamt, Entwicklungsuntersuchungen, Gespräche mit Sozialarbeiterinnen und Pflegepersonal – und dazwischen die Kinder selbst, die Ihnen nicht immer sofort vertrauen. Geduld hilft hier mehr als jedes Diagnosegerät.

Einstieg, Qualifikation, Arbeitgeber

Voraussetzung ist das abgeschlossene Medizinstudium und die Berechtigung zur selbständigen ärztlichen Berufsausübung in Österreich. Häufig bringen Bewerberinnen und Bewerber einen Facharzttitel für Kinder- und Jugendheilkunde mit, gefragt ist aber auch allgemeinmedizinische Erfahrung. Und dann kommt das Entscheidende: die Bereitschaft, sich auf sozialmedizinische Fragestellungen einzulassen. Wer glaubt, das lasse sich rein klinisch lösen, wird schnell umdenken.

Wo arbeiten Sie? Träger der öffentlichen Jugendhilfe, Ämter der Landesregierungen, Magistrate größerer Städte, dazu Einrichtungen der Kinder- und Jugendfürsorge sowie sozialpädiatrische Zentren. Vereinzelt auch gemeinnützige Organisationen, die eigene ärztliche Dienste unterhalten. Wichtig für Sie zu wissen: Vieles läuft im Team, kaum etwas allein.

Die Karrierewege führen meist über eine Anstellung im öffentlichen Dienst, oft mit geregelten Arbeitszeiten – ein Punkt, der für viele nach Jahren im Schichtdienst schwer wiegt. Zusatzausbildungen im Bereich Sozialmedizin, Kinderschutz oder öffentliches Gesundheitswesen erweitern Ihr Profil spürbar. Wer Führungsverantwortung anstrebt, kann die Leitung eines fürsorgeärztlichen Dienstes übernehmen. Der Weg dahin ist kein Sprint. Aber er ist gangbar, und die Nachfrage nach engagierten Fachleuten bleibt bestehen.

Berufsfeld im Überblick

Was ein Jugendfürsorgearzt eigentlich macht

Kinder und Jugendliche, die durch das Raster fallen. Genau dort setzt die Arbeit an. Als Jugendfürsorgearzt begleiten Sie junge Menschen, deren gesundheitliche Situation eng mit ihrem sozialen Umfeld verknüpft ist – Heimunterbringung, familiäre Krisen, Fragen des Kinderschutzes. Sie untersuchen, dokumentieren, beraten und stehen oft an der Schnittstelle zwischen Medizin, Jugendhilfe und Behörde. Manchmal geht es um eine schlichte Impfberatung, manchmal um die Einschätzung, ob ein Kind gefährdet ist. Diese Bandbreite macht den Reiz aus.

Der Alltag ist selten planbar. Gutachten für das Jugendamt, Entwicklungsuntersuchungen, Gespräche mit Sozialarbeiterinnen und Pflegepersonal – und dazwischen die Kinder selbst, die Ihnen nicht immer sofort vertrauen. Geduld hilft hier mehr als jedes Diagnosegerät.

Einstieg, Qualifikation, Arbeitgeber

Voraussetzung ist das abgeschlossene Medizinstudium und die Berechtigung zur selbständigen ärztlichen Berufsausübung in Österreich. Häufig bringen Bewerberinnen und Bewerber einen Facharzttitel für Kinder- und Jugendheilkunde mit, gefragt ist aber auch allgemeinmedizinische Erfahrung. Und dann kommt das Entscheidende: die Bereitschaft, sich auf sozialmedizinische Fragestellungen einzulassen. Wer glaubt, das lasse sich rein klinisch lösen, wird schnell umdenken.

Wo arbeiten Sie? Träger der öffentlichen Jugendhilfe, Ämter der Landesregierungen, Magistrate größerer Städte, dazu Einrichtungen der Kinder- und Jugendfürsorge sowie sozialpädiatrische Zentren. Vereinzelt auch gemeinnützige Organisationen, die eigene ärztliche Dienste unterhalten. Wichtig für Sie zu wissen: Vieles läuft im Team, kaum etwas allein.

Die Karrierewege führen meist über eine Anstellung im öffentlichen Dienst, oft mit geregelten Arbeitszeiten – ein Punkt, der für viele nach Jahren im Schichtdienst schwer wiegt. Zusatzausbildungen im Bereich Sozialmedizin, Kinderschutz oder öffentliches Gesundheitswesen erweitern Ihr Profil spürbar. Wer Führungsverantwortung anstrebt, kann die Leitung eines fürsorgeärztlichen Dienstes übernehmen. Der Weg dahin ist kein Sprint. Aber er ist gangbar, und die Nachfrage nach engagierten Fachleuten bleibt bestehen.